Ein Hochwasser ohne Vorwarnung

Rottal-Inn: am Mittwoch haben sehr starke Niederschläge, die auch nur in bestimmten Teilen des Landkreises Rottal-Inn niedergegangen sind, dafür gesorgt dass in nur wenigen Stunden im Landkreis ein Katastrophe besonderen Ausmaßes begonnen hat.

 

Am Mittwoch gegen 11.00 Uhr wurde ein SEG Alarm für die die SEG Postmünster ausgelöst um den Rettungsdienst über ein überflutete Straße in Triftern zu bringen. Eigentlich nichts besonders für bestimmte Ort wenn es stärker geregnet hat. Jedoch haben Niederschläge seit dem Morgen im Umland von Triftern, das in einem Tal liegt, dafür gesorgt dass der Boden keine Niederschläge mehr aufnehmen konnte. Der jetzt einsetzenden Starkregen, sorgte dafür, dass innerhalb von einer halben Stunde der Ort Triftern zweigeteilt war, dass der eigentlich harmlose Altbach eine Dimension angenommen hat, die kein Mensch bis heute glauben kann und nun viele Anwohner eingeschlossen waren. Daraufhin wurden weitere WRD Einheiten nach Triftern und dem Umland alarmiert. Gegen 1300 Uhr kam es dann zum Dammbruch des Simbaches, ein ebenfalls eigentlich harmloser Bach, der durch die Stadt Simbach zum Inn hin läuft. Was dann passierte konnte man in vielen Berichterstattungen sehen und lesen.
Damit hatte man innerhalb kürzester Zeit 4 Einsatzgebiete für den Wasserrettungsdienst, im Landkreis Rottal-Inn die allesamt schnell abgearbeitet werden mussten. Das größte Schadensgebiet war dabei die Gemeinde Triftern mit Anzenkirchen und Simbach am Inn.
Die Wasserwacht Rottal-Inn lies alle verfügbaren Wasserrettungskräfte aus den angrenzenden Landkreisen und Leitstellenbereichen entsprechend der Bereichsfolgen alarmieren. Knapp 30 Boote, rund 150 Helfer konnten 480 Evakurierungen durchführen, davon waren fast 50 Lebensrettungen. Die Luftretter der eingesetzten Wasserrettungskräfte und der Bergwacht bargen zusätzlich noch über 40 Menschen mit stellenweise bis zu 6 Hubschraubern aus Hausern, Fahrzeugen oder abgeschnittenen Landteilen.
Bereits am Abend bzw. am Donnerstag Mittag war dann für die meisten Gebiete alles wieder vorbei (aus wasserrettungsdienstlicher Sicht). Am Donnerstag Abend wurde dann die letzte fremde WRD Einheit, die in Simbach eingesetzt war, nach Hause entlassen. Seitdem stellt die KWW Rottal-Inn die benötigten Kräfte in Simbach, dabei wird der Regelbetrieb für den WRD im Einsatzgebiet des gesamten Landkreisen weiterhin uneingeschränkt aufrecht erhalten.
Seit gestern besetzt die Wasserwacht Rottal-Inn in der Stadt Simbach die BRK-Helferpunkte zur medizinichen Erstversorgung der Helfer und Anwohner und gibt Essen und Getränke an die Helfer u. Anwohner aus. Wir arbeiten wieder einmal Hand in Hand mit den Kräften von Betreuungs- u. Sanitätsdienst.
Die KWW Rottal-Inn bedankt sich heute bereits bei allen alarmierten und eingesetzten Kräften der Kreiswasserwachten Passau, Altötting, Mühldorf, Dingolfing, Landshut, Kelheim und Deggendorf, sowie den Kräften der DLRG aus dem Leitstellenbereich Traunstein und den Bergwachtkräften die in der Wasserrettung eingesetzt waren.
Die Vorsitzende der Wasserwacht Bayern Frau Ministerin Ulrike Schaft lobte bei Ihren Besuchen die professionelle und schnelle Arbeit der Einsatzkräfte.

Verleihung der Einsatzmedaillen Fluthilfe

Pfarrkirchen. „Die Kreiswasserwacht Rottal-Inn hat vom Potenzial bis zu den Einsätzen Steigerungen aufzuweisen, ist in allen Bereichen gut dabei und kann sich mit ihren Leistungen mehr als sehen lassen“, stellte KWW-Vorsitzender Hans Nothaft in der Jahresfeier der Schnelleinsatzgruppen (SEG) des Was

Wasserwacht beim Nikolauswaldlauf

Dieses Jahr fand der alljährliche Nikolauswaldlauf des LAC Arnstorf bereits zum 37. Mal statt. Dabei wurde heuer erstmalig auch ein Vereins- und Firmenlauf durchgeführt, bei dem sich örtliche aber auch auswärtige Gruppen über die Distanz von 2,7 Kilometern messen konnten.

Vermisstensuche UG-Tauchen

Am vergangenen Montag, den 01.12.2014  wurde die Wasserwacht Arnstorf zusammen mit den Ortsgruppen Postmünster und Eggenfelden sowie dem Einsatzleiter Wasserrettungsdienst zu einer Vermisstensuche alarmiert. Gegen 23 Uhr rückten zehn Helfer der Ortsgruppe zu der bereits laufenden Suche aus. Nachdem diese an Land aber bisher erfolglos verlaufen war, entschied man sich ein Regenrückhaltebecken abzusuchen.

Drei Wasserretter fanden die vermisste Person bereits nach kurzer Zeit in dem etwa 2,5 m tiefen Betonbecken, dass zu dieser Zeit jedoch nur ca. 1,5 m hoch mit Wasser gefüllt war. Nachdem die Wasserwacht die Person mithilfe eines Spineboard aus dem Betonbecken geborgen hatte, wurde diese an den Landrettungsdienst übergeben. Der alarmierte Notarzt konnte jedoch leider nur noch den Tod feststellen.