Den Ernstfall haben Einsatzkräfte von Wasserwacht,
Freiwilliger Feuerwehr und Rotem Kreuz bei einer Gemeinschaftsübung im Freibad
von Arnstorf erprobt. Am Abend klagten verschiedene Badegäste in und um das
Schwimmbecken bei Schwimmmeister Josef Zitzelsberger über Übelkeit und
Unwohlsein. Die Anzeichen deuteten auf eine Überdosierung von Chlor im
Beckenwasser hin. Der Schwimmmeister alarmierte 
umgehend die Rettungskräfte. Nach wenigen Minuten traf die Freiwillige
Feuerwehr Arnstorf mit fünf Fahrzeugen und entsprechender Besatzung sowie das
Bayerische Rote Kreuz ein. Die Wasserwacht war wegen des regelmäßigen
Wachdienstes bereits vor Ort. Auch Kreisbrandmeister Helmut Schaitl kam hinzu. Die
Einsatzkräfte  suchten das Freibad nach
Verletzten ab,  versorgten diese und
registrierten  sie anschließend.  Sie wurden in Decken bzw. wärmende Folien
gewickelt und erhielten bei anhaltendenden Atemproblemen auch  Sauerstoff.  
Feuerwehrmänner setzten die Chlorgasanlage außer Betrieb um die
Gaskonzentration zu senken. Bürgermeister Alfons Sittinger, Schwimmmeister
Josef Zitzelsberger und Kreisbrandmeister bedankten sich bei den Einsatzkräften
und auch bei den Personen die sich als Verletzte zur Verfügung gestellt hatten
für Ihre Zeit und ihr Engagement. „Keiner wünsche sich den Ernstfall. Sollte es
aber im Freibad in der Hochsaison mit an die 1.000 Badegästen einen
Chorgasunfall geben, sei professionelles Handeln der Rettungskräfte notwendig.
Dies gelinge umso besser je bekannter die Örtlichkeiten seien und je öfter man
den Einsatz schon geprobt hätte“, betonte Alfons Sittinger.

Im Anschluss an die Übung gab es für alle noch eine
gemeinsame Brotzeit, die sie sich nach Überzeugung des Bürgermeisters und passionierten
Schwimmers alle auch verdient hätten.