Mitglieder der Wasserwacht Arnstorf waren seit Sonntag letzter Woche im Hochwassereinsatz. Sie leisteten dabei in den Bereichen Simbach am Inn, Passau, Niederalteich und in Deggendorf Unterstützung bei der Bewältigung der Katastrophenschäden. Insgesamt erbrachten sie so etwa 700 Stunden ehrenamtlicher Hilfe. Dabei waren 15 Helfer der Ortsgruppe eingesetzt. In Simbach am Inn wurde die mögliche Evakuierung von Anwohnern in der Nähe der Innbrücke vorbereitet. Glücklicherweise war diese aufgrund des nicht weiter steigenden Pegelstandes nicht erforderlich. 

Während die eine Einsatzgruppe bis morgens fünf Uhr in Simbach eingesetzt war, machte sich ein weiterer Zug auf den Weg nach Passau. Hier übernahm die Ortsgruppe zusammen mit den Zugführern die Koordination von bis zu 130 Wasserwachtkräften und disponierte bis Mittwochabend letzter Woche insgesamt rund 400 Einsätze, wie zum Beispiel den Transport von Notärzten oder die Bergung von eingeschlossenen Personen. Dabei hielt sie engen Kontakt mit der Integrierten Leitstelle und der Örtlichen Einsatzleitung.

Ähnliche Aufgaben waren in Deggendorf von Samstag letzter Woche bis diesen Montag in den Ortschaften Natternberg und Fischerdorf zu bewältigen. Hierbei standen die Tierrettung sowie der Beginn der Aufräumarbeiten im Vordergrund. Um Plünderungen vorzubeugen führte man zusammen mit der Bereitschaftspolizei eine lückenlose Personenkontrolle durch.

Zwischenzeitlich besetzte die Ortsgruppe von Freitag bis Samstag einen Bootstrupp, der im Bereich der Mühlhamer Schleife nicht weit von Niederalteich rund um die Uhr Deichkontrollen durchführte.

Alle eingesetzten Kräfte waren sich einig, dass die fundierte und langwierige Ausbildung der letzten Jahre einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Bearbeitung der Aufgaben leistete. Auch konnten bei den Einsätzen Kontakte zu Kräften der unterschiedlichsten Organisationen aus ganz Bayern geknüpft werden. 

Die Mitglieder der Ortsgruppe bedanken sich ganz besonders bei den Arbeitgebern für die Freistellung zu den Einsätzen.