Als am Samstagmorgen dicke Regenwolken am Arnstorfer Himmel der Sonne jeden Strahl nahmen, fürchtete die Wasserwacht, um seinen 1. Vorsitzenden Mario Ecker, dass das Freibadfest ins Regenwasser fallen könnte. Doch da kannten die Organisatoren die 44 Benefizschwimmer schlecht, die sich, eingebunden in 19 Teams, angemeldet hatten, um für die Kinderkrebshilfe und TransDia Spendengelder zu erschwimmen.
Die Unternehmen Auto Hirsch, Hannes Kronwinkler, Josefine Stadlbauer, die Rottaler Volksbank, die Schwarz GmbH, die Sparkasse Rottal Inn und Stegmüller Stahl und Metallbau hatten zugesagt für jeden erschwommenen Kilometer sechs Euro zu spenden. Insgesamt schafften die 44 Schwimmer, die sich von frühherbstlichen Temperaturen und Starkregen nicht abschrecken ließen, 109,3 Kilometer, was einer Gesamtspendensumme von 655,80 Euro entsprach. Die meisten Bahnen zog dabei Familie Neid mit 20,8 Kilometer, wobei Sohn Julian alleine 8,3 Kilometer wegkraulte. Im Team „die Sittingers“ erwies sich auch Arnstorfs Bürgermeister Sittinger als Durchhalteschwimmer. Er schaffte 4,6 Kilometer.
Gelitten unter dem Wetter hatte lediglich das Angebot an Workshops, nur drei der zwölf geplanten Kurse wurden wegen des schlechten Wetters und Teilnehmermangel von der Wasserwacht abgehalten. Im Erste Hille Kurs konnten die Besucher bereits erworbenes Wissen auffrischen und neues über die Hilfeleistung in Erfahrung bringen. Beim Kraulkurs für Fortgeschrittene und der Stilverbesserung im Brustschwimmen nahmen lediglich neun Wasserratten teil. Punkt 18 Uhr pfiff Mario Ecker dann nach acht Stunden das Dauerschwimmen ab.
Pünktlich dazu stoppte auch der Regen und einem gemütlichen Grillfest zum Tagesausklang unter freiem Himmel stand nichts im Weg. Schnell war der Holzkohlgrill angeworfen und frische Salate geschnipselt und etliche Besucher genossen danach einen angenehmen Festabend. Vor allem die von der Jungwasserwacht vorbereitete Modenschau, die Einblick in die Bekleidung der Wasserretter in den vergangenen drei Jahrzehnten gab, zog die Festbesucher in den Bann. Verschiedene Modelle, angefangen von der praktischen Freizeitbekleidung, über offizielle Dienstbekleidung, bis hin zu Wasserrettungsanzügen und Tauchausrüstung wurde von der Jungwasserwacht, eingebunden in eine kurzweilige Show, auf dem Laufsteg vorgeführt.
Spritzig und informativ moderiert wurde das Spektakel von Sebastian Richter. Spätestens beim großen Finale war den Zuschauern klar, dass die niederbayerischen Wasserretter, den Californischen Bay Watch Nixen keinesfalls in Attraktivität und schon gar nicht nach Ausrüstungsaspekten nachstehen.
Dankende Worte, für eine kurzweilige Show kamen vom Vorsitzenden Mario Ecker, der Organisatoren und Protagonisten der Show lobte. Im Rahmen der Feier nahm Stefan Müller für TransDia den Spendenanteil entgegen und freute sich über die Idee des Benefizschwimmens. An die Kinderkrebshilfe wird der Anteil zu einem späteren Zeitpunkt übergeben. Fotos vom Benefizschwimmen und von der Wasserwachtmodenschau gibt es in einem, von Simon Hitzenberger zusammengestellten Spezial, auf der Homepage unter www.wasserwacht-arnstorf.de. – ag

Landauer Zeitung vom 10.08.2010

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